Menu
        

Tarifvertrag lufthansa betriebsrente

Posted on 05 Aug 2020
By rb_admin

Während die Fluggesellschaft die genaue Kosteneinsparung nicht nannte, zeigt der Geschäftsbericht 2016 des Unternehmens, dass sie zuvor 600 Millionen Euro (709 Millionen Dollar) an Rentenbeiträgen pro Jahr gezahlt hatte, um “deutsche Pensionsverpflichtungen zu finanzieren”. “Ich freue mich, dass wir mit Ver.di einen langfristigen Tarifvertrag für unsere größte Mitarbeitergruppe abschließen konnten. Damit haben wir tariflichen Frieden für alle großen Lufthansa-Arbeitnehmergruppen in Deutschland erreicht”, sagte Bettina Volkens, Chief Corporate Human Resources and Legal Affairs Officer der Deutschen Lufthansa AG. In einigen Ländern scheint die Präsenz von Billigfluggesellschaften in bezug auf die Arbeitsbeziehungen nicht besonders nachteilig gewesen zu sein. In Norwegen beispielsweise erkennen Billigfluggesellschaften Gewerkschaften an. In Österreich erkennt die Billigfluglinie Niki Fluggesellschaft Gewerkschaften an, aber die Mitgliederzahlen sind niedrig, es gibt keinen Tarifvertrag und keinen Betriebsrat. Die Bezahlung von Piloten und Flugbegleitern ist jedoch mit anderen Fluggesellschaften in Österreich vergleichbar. In Belgien wurde im Jahr 2000 eine Gewerkschaftsdelegation des Billiganbieters Virgin Express eingerichtet, 2003 wurden Vorschriften für einen Betriebsrat unterzeichnet und 2004 ein Tarifvertrag geschlossen. Die Gewerkschaften sind der Ansicht, dass die Bedingungen für die Beschäftigten von Virgin Express in Belgien mit denen anderer Fluggesellschaften, die im Land tätig sind, identisch sind. In Dänemark scheint der Sektor bisher erhebliche Auswirkungen auf die Arbeitsbeziehungen vermieden zu haben. In Frankreich wurde vor kurzem eine Ad-hoc-Taskforce für Standortverlagerungen eingerichtet, die den durch den Konkurs von drei kleinen Fluggesellschaften – Air Lib (FR0307103N), Aéris und Air Littoral – entlassenen Fluggesellschaften helfen soll, alternative Arbeit zu finden. Im März 2005 hatten 77 % der bei der Task Force registrierten Personen Arbeit gefunden (obwohl nur 40 % der Piloten erfolgreich eine alternative Beschäftigung gefunden hatten).

Die nationale Fluggesellschaft Air France rekrutierte viele Arbeitnehmer, die von Air Lib entlassen wurden. Bei Air France selbst wurde 2003 im Rahmen des Privatisierungsprozesses der Fluggesellschaft eine Vereinbarung geschlossen. Sie garantiert bis Juli 2005 keine obligatorischen Entlassungen und die Aufrechterhaltung individuell erworbener Ansprüche und Arbeitsbedingungen, Lohn- und Kollektivansprüche, wie sie in Tarifverträgen festgelegt sind. Umstrukturierungen waren in vielen Ländern die Ursache unvermeidlicher Kontroversen. In Irland wies Aer Lingus im August 2004 eine Empfehlung des Arbeitsgerichts zurück und beanstandet, dass die Argumente der Verwaltung im Rahmen eines Rechtsstreits über die Verlegung von Flugbegleitern vom Gerichtshof nicht angemessen beziffern würden (IE0409201N). Der Gerichtshof hatte in seiner Empfehlung festgestellt, dass die Fluggesellschaft kein absolutes Recht hat, Flugbegleiter gegen ihren Willen dauerhaft zu überstellen. Aer Lingus hatte argumentiert, dass eine aktuelle Vereinbarung ihm das Recht eingebe, Flugbegleiter von Shannon auf die Flughäfen von Dublin zu verlegen. Eine Erhöhung der Ausbildungsvergütungen bedeutet, dass die Auszubildenden der Gruppe in allen Geschäftsbereichen am 1. Februar 2018 und 1. Mai 2019 zusätzliche 40 € erhalten. Mit dem Abkommen wird auch der betriebliche Pensionsplan erweitert, sodass die Arbeitnehmer neue Auszahlungsoptionen auswählen können.

Die Lufthansa und die Pilotengewerkschaft Vereinigung Cockpit (VC) haben einen neuen Tarifvertrag (CLA) zu allen bisher offenen Fragen unterzeichnet. Die unterzeichneten Verträge entsprechen der im März erzielten Vereinbarung.